GRENZ-ECHO 4.September 1997

"Starke Typen" finden breiten Rückhalt für Sensibilisierung

Künftig auch auf den Bussen der Firma Blaise sowie auf der Fritüre Autmanns

Eifel. - "Starke Typen" und "Wahre Freunde" haben sich seit Juni 1995 unbestritten einen ebenso vielbeachteten wie respektierten Platz bei der Jugend in Ostbelgien "erkämpft". Doch diese breitangelegte Sensibilisierungskampagne in Sachen Suchtvorbeugung, die von einem unabhängigen Arbeitskreis unter der Bezeichnung "Starke Typen" (mittlerweile als VoE konstituiert) auf Initiative des Lions Club St.Vith vor zwei Jahren gestartet wurde, hat nicht allein in Kreisen der Jugendlichen beständig gestiegene Beachtung gefunden.

Den Rücken stärken

Nein, die Solidarität mit den Aktionen "Starke Typen" (zu denen sich zwischenzeitlich Wahre Freunde" gesellten) zieht auch außerhalb der Jugend weite Kreise. Mit der Absicht, durch Öffentlichkeitsarbeit aller Art sowie durch Förderung der kritischen Denkweise und Stärkung der Persönlichkeit im Respekt vor der eigenen Freiheit und der individuellen Entscheidung ist es den Initiatoren und Trägern mittlerweile dank breiter Rückendeckung" zunehmend gelungen, Jugendliche stark zu machen gegen Sucht und andere Gefahren. Dabei kann die VoE Starke Typen" seit mittlerweile zehn Monaten namentlich auch auf die Unterstützung des Busunternehmens SATRACOM (mit Sitz in Hottleux/Weismes) zählen.

Per Bus" unterwegs

Im Einvernehmen mit der TEC Lüttich/Verviers stellten die beiden Betreiber Ernst Drösch und Roland Jost immerhin über zwanzig Busse zur Verfügung, an denen Ende September letzten Jahres die Slogans Starke Typen sagen nein" und Wahre Freunde respektieren mein Nein" großflächig angebracht werden konnten. Ein Beispiel, dem nun auch die Autobusbetriebe Blaise (mit Sitz in St.Vith) folgten. Auch hier konnten, in enger Kooperation mit Betreiber Michel Wagner, die Mitglieder der VoE Starke Typen" um den Initiator und Vorsitzenden Erich Meyer dergleichen griffige Slogans in den Farben Schwarz, Weiß und Rot anbringen.

Interessenkoalition

Während direkt neben der Eingangstür eine Folie Starke Typen" angebracht wurde, werben auf dem rückwärtigen Fenster Wahre Freunde" für eine verschworene Interessenkoalition gegen den Drogenkonsum und für ein offenes, klares Nein". Mit der erfreulichen Folge, daß der Arbeitskreis Starke Typen" mit dieser Sensibilisierungsaktion künftig ein noch breiteres Publikum quer durch alle Generationen finden wird.

Fritürenbetrieb

In der Zwischenzeit ging bei der VoE zudem eine Anfrage von Rainer Autmanns aus Schoppen ein, des Betreibers des Fritürenbetriebs Autmanns-Marichal. Er bekundete spontan seine Bereitschaft, auf seinen Fahrzeugen - die Woche für Woche bei (Jugend)veranstaltungen in der gesamten Eifel Station machen - gleichfalls mit den Slogans Starke Typen" und Wahre Freunde" für die Solidarität im Kampf gegen den Drogenkonsum mobil zu machen. Ein unbestritten ermutigender und vor allem auch nachahmenswerter Schritt, der von der Sensibilität und Solidarität zeugt, die die Aktionen der VoE in den vergangenen zwei Jahren besonders in der Eifel ausgelöst haben.

Gang aufs Internet

Nicht zu vergessen der Gang aufs Internet, für den mittlerweile fast alle Weichen gestellt sind. Die technischen Vorbereitungen gerade für dieses aufwendige Unterfangen (das in Zusammenarbeit mit Euregio.net und besonders Hubert Savelberg realisiert werden kann) waren letztlich schon deutlich zeitraubender als anfangs angenommen, so daß der ursprüngliche Starttermin um einige Wochen hinausgeschoben werden mußte. Doch darum gehen Starke Typen" in Kürze um so kompletter aufs Netz, um vor allem mittels Gästebuch und Meinungsforum eine möglichst breite Internet-Klientel ansprechen und mobilisieren zu können sowie Querverbindungen zu anderen Anbietern im Kampf gegen den Drogenkonsum zu eröffnen.

Weitere "Köpfe"

Und nachdem auf Betreiben der Chiro St.Vith beim jüngsten Schulendball rund 200 Jugendliche an der Fotowand buchstäblich ihren Kopf für die Ziele von Starke Typen" hinhielten, werden ab Herbst auch ein, zwei neuerliche Köpfe"-Plakate gedruckt werden - mit dem Konterfei von jeweils siebzig Mädchen und Jungend, die sich als Starke Typen" ein formelles Nein" vorbehalten bzw. bei Wahre Freunde" dafür werben, daß ihr Nein" respektiert wird.


GRENZ-ECHO 30. Juni 1997

Dialogbereitschaft mit Jugendlichen trägt Früchte

St.Vither Schulendball mit Polizeikontrollen

St.Vith. Großen Zuspruch fand der diesjährige Schulendball in St.Vith, den der Jugendtreff "J" in diesem Jahr erstmals im Sport- und Freizeitzentrum ausgetragen hatte. Während in der Halle die Band "Wallstreet" und das DJ-Team "Explosion" den Jugendlichen so richtig einheizten, fanden draußen konzertierte Aktionen der Polizei, Gendarmerie sowie eine Anti-Drogen-Kampagne statt.

Anti-Drogen

Mit direkter "Anmache" wurden die Jugendlichen für die Aktion "Starke Typen sagen Nein" sensibilisiert. Die jungen Helfer von der Chiro St.Vith machten dabei Polaroid-Fotos von gleichaltrigen Jugendlichen, um diese später in großflächigen Werbe-Anzeigen zu veröffentlichen. Mit über 200 Fotos und positivem Echo konnte die Aktion als voller Erfolg gewertet werden.

Präsenz

Präsenz zeigten auch die Polizeidienste aus St.Vith und Amel. Bei Geschwindigkeits- und Alkoholkontrollen sollten vor allem die "schwarzen Schafe" unter den jungen Autofahrern ausfindig gemacht werden. Bis um vier Uhr früh fanden die Kontrollen statt, bei denen 22 Übertretungen festgestellt wurden, von denen drei mit Führerscheinentzug endeten. Polizeikommissar Christian Paquay stellte fest, daß weniger Alkoholeinfluß am Steuer das Problem sei, als vielmehr überhöhte Geschwindigkeit in überfüllten Fahrzeugen. "Auf dem Nachhauseweg wird oftmals viel zu schnell gefahren", so sein Fazit. Bisherige Aktionen sowie die Präsenz am Eingang der Veranstaltung hätten jedoch bereits Wirkung gezeigt.

Polizeistunde

Überprüft wurde ebenfalls der Geräuschpegel in der Halle, der nicht beanstandet wurde sowie die Einhaltung der "Polizeistunde" in den Gastwirtschaften, wobei man zwei übertretungen feststellte. Alles in allem verlief der Abend jedoch ohne besondere Vorkommnisse, was der Polizeikommissar auch auf die Dialogbereitschaft von Ordnungshütern mit dem jugendlichen Publikum zurückführte.


GRENZ-ECHO 3. Oktober 1996

"Starke Typen" per Bus auf Werbetour

Gemeinschaftsaktion mit SATRACOM

Weismes. - "Starke Typen" und "Wahre Freunde" haben sich seit Juni letzten Jahres unbestritten einen vielbeachteten und respektierten Platz bei der Jugend in Ostbelgien "erkämpft".

Jedenfalls ist die Sensibilisierungsaktion des unabhängigen Arbeitskreises "Starke Typen", die auf eine Initiative des Lions Clubs St.Vith zurückgeht, bis dato auf breite Resonanz gestoßen - nicht zuletzt dank der starken Partnerschaft aus der ostbelgischen Medienwelt (u.a. unter Beteiligung des Grenz-Echos).

Mit der Absicht, in der primären Vorbeugung gegen den Drogenkonsum auf die solidarische Mobilisierung der Basis, d.h. der vorrangigen Zielgruppe, also Jugendlichen selbst, zu setzen, beschritt diese Arbeitsgruppe nicht nur neue, sondern, so die bisherigen Echos, unbestritten auch erfolgreiche Wege.

Jedenfalls genießen die beiden Slogans "Starke Typen sagen nein" und "Wahre Freunde respektieren mein Nein" mittlerweile einen anerkannt hohen Stellenwert bei zahllosen Jugendlichen in Ostbelgien, die denn auch für diverse "Köpfe"-Plakate buchstäblich ihren Kopf hingehalten haben.

Seit einigen Tagen nun finden sich die Slogans gleichfalls auf über zwanzig Bussen des Unternehmens SATRACOM (mit Sitz in Hottleux/Weismes), die die beiden Betreiber Ernst Drösch und Roland Jost freundlicherweise für diese ungewöhnliche "Mobilmachung auf der Straße" zur Verfügung stellten.

Während direkt neben der Einstiegstür eine Folie "Starke Typen" angebracht wurde, werben auf dem rückwärtigen Fenster "Wahre Freunde" für eine verschworene Interessenkoalition gegen den Drogenkonsum und für ein offenes, klares "Nein".

n.m.


GRENZ-ECHO 6. Juni 1996

"Starke Typen" zählen auf "Wahre Freunde"

Privatinitiative zur Drogenvorbeugung mit neuen Aktionen

Ostbelgien. - "Starke Typen sagen nein" - ein Slogan, hinter dem vor Jahresfrist gerade mal eine Handvoll Personen standen, der innerhalb von zwölf Monaten jedoch vor allem zahllose Jugendliche angesprochen, sensibilisiert und darüber hinaus zusammengeschweißt hat.

Zur Erinnerung : Im Frühsommer 1995 startete auf Betreiben des Lions Clubs St.Vith in einem privaten Arbeitskreis um die Initiatoren Erich Meyer und Jean-Marie Schiepers (beide Mitglieder im Lions Club) eine Kampagne, die vor allem in der primären Vorbeugung gegen den Drogenkonsum neue Akzente setzen wollte.

Breite Mobilisierung

Und heute darf unbestritten behauptet werden, daß mit der Kampagne "Starke Typen" - zu denen sich in einer zweiten Phase "Wahre Freunde" gesellt haben - ein neuer, ein anderer Weg beschritten wurde. Ein Weg, der vor allem die solidarische Mobilisierung der Basis, d.h. der vorrangigen Zielgruppe, also der Jugendlichen, anvisierte.

Mit sichtbarem Erfolg. Der beste Beweis : Nach der breitangelegten Plakat- und Anzeigenaktion (an der das Grenz-Echo als einer von mehreren Medienpartnern aktiv teilnahm) hielten in den nachfolgenden Wochen viele Jugendliche buchstäblich ihren Kopf hin für die gemeinsame Sache.

Längst keine Insel mehr

Erste Adressaten der Aktion waren und sind jene "jungen" Jugendlichen, die womöglich erstmals überhaupt mit dem Drogenproblem konfrontiert werden. Also Jugendliche, "auf die wir -normalerweise - noch einwirken können", so Erich Meyer und Engelbert Cremer, zwei Vordenker und Mitarbeiter aus jenem Kreis von Privatpersonen, die sich der Drogenproblematik nicht verschließen.

Denn mit der Aktion "Starke Typen" wollte dieser Arbeitskreis (u.a. in enger Kooperation mit der Gendarmerie) namentlich auch darauf aufmerksam machen, daß Ostbelgien in der Drogenszene längst keine Insel mehr ist, daß diese Problematik nicht vor unserer Haustür haltmacht.

"Nein" als Fixpunkt

"Schlimm genug, daß es auch bei uns Drogen gibt..., aber das allein macht nicht süchtig." Ein Satz, der denn auch auf jeder der diversen Veröffentlichungen während der vergangenen zwölf Monaten ins Auge sprang.

Markantester Fixpunkt war und ist jedoch das "NEIN", das in konzeptionell ausgereifter Verbindung mit gezielt aufbauenden Aussagen durchaus sehr positiv wirken kann und den Jugendlichen den Rücken stärkt beim alles entscheidenden Nein. Ein "NEIN", das wahre Freunde schon respektieren, wie die Erfahrungen der vergangenen Monate gezeigt haben.

Den Kopf hingehalten

Die Zahl jener Jugendlichen, die sich zu diesem "NEIN" bekennen, ist übrigens in kurzer Zeit rapide angestiegen. Als der private Arbeitskreis nämlich dem ersten Plakat, das von einem neutralen Foto untermalt wurde, wenige Wochen später eine Aktion folgen ließ, bei der dem Slogan "Starke Typen sagen nein" durch Köpfe aus Ostbelgien konkrete Gestalt gegeben werden sollte, war der Andrang von Beginn an beachtlich.

Erstmals beim Schulendball in St.Vith hielten Mädchen und Jungen an einem Fotostand ihren Kopf hin für die Kampagne, fanden sich dann einige Wochen später unter siebzig Gleichgesinnten auf einem Plakat wieder.

Vier Fotoaktionen

Bei weiteren Fotoaktionen (so beim BS-Ball in Deidenberg, beim KLJ-Tag in Elsenborn und bei der "Just for music"-Aktion in Büllingen) war das solidarische Bekenntnis zu "Starke Typen" und "Wahre Freunde" nicht minder groß, so daß bald ein zweites "Köpfe"-Plakat folgte.

Doch die Initiatoren der Kampagne beschränkten ihre Bemühungen keineswegs allein auf die Jugendlichen, sondern unternahmen gleichfalls den - erfolgreichen - Versuch, möglichst viele offizielle Instanzen (wie Gemeinden, Pfarren und Verwaltungen) sowie auch die Schulen einzubinden. Eine Aktion übrigens, die bis dato bewußt ohne jede öffentliche Subvention auskam.

Griffig und aufbauend

Nicht zuletzt bei den Saalbesitzern - bisher vorrangig in der Eifel - stieß die Initiative auf rundum positive Resonanz. Immerhin werben mittlerweile in weit mehr als zwanzig Sälen großflächige Plakate für "Starke Typen" und "Wahre Freunde".

Grundsätzlich bleibt nach einem Jahr die Erkenntnis, daß die Initiative "Starke Typen sagen nein" schnell und wirksam Fuß gefaßt hat. Hier wurde und wird mit im Grunde recht einfachen, jedoch vielleicht gerade deshalb so griffigen Aktionen unter den Jugendlichen eine natürlich und ehrlich gewachsene Front, eine verschworene Interessenkoalition gegen den Drogenkonsum aufgebaut. Im Wissen, daß in den meisten kritischen Situationen letztlich nur Jugendliche maßgeblich und entscheidend auf Jugendliche einwirken können.

Norbert Meyers


GRENZ-ECHO 6. Juni 1996

Partnership für Eintrittskarten und Plakat-Aktion auf Bussen

Weitere Sensibilisierung der Öffentlichkeit angestrebt

Ostbelgien. - "Starke Typen" und "Wahre Freunde" gehen seit einiger Zeit buchstäblich von Hand zu Hand. Sie "werben" gemeinsam auf Eintrittskarten - meist zu Jugendveranstaltungen - und erreichen so eine noch breitere Zielgruppe.

Der private Arbeitskreis bietet Interessenten diese Form des "Partnership" zu ungewohnt günstigen Preisen an. Gerade mal ein Franken muß pro einfarbig bedruckte Eintrittskarte gezahlt werden, die auf der Vorderseite alle praktischen Einzelheiten zur jeweiligen Veranstaltung enthält, während sich auf der Rückseite eines der beiden Motive "Starke Typen sagen nein" oder "Wahre Freunde respektieren mein Nein" findet.

Interessenten finden für diesbezügliche Wünsche einen kompetenten Ansprechpartner bei der St.Vither Druckerei Pro D & P.

Und in Kürze fahren "Starke Typen" zudem (im) Bus. Dank der Genehmigung der TEC und des Entgegenkommens von Roland Jost und Ernst Drösch werden zwölf Satracom-Busse an zwei Stellen, d.h. die Scheibe hinter dem Fahrer und das Fenster links vom Einstieg, mit Plakaten in Klarsichtfolie "aufgerüstet".

Eine Präsenz "auf Rädern", die zweifellos weitere Mitmenschen für die Aktion sensibilisieren dürfte.

n.m.


GRENZ-ECHO 6. Juni 1996

Der Ausgrenzung vorbeugen

Dem Jugendlichen in der Gruppe den Rücken stärken

Ostbelgien. - Seit kurzem wirbt ein zweiter Slogan für ein "NEIN" der Jugendlichen zum Drogenkonsum. Auf "Starke Typen sagen nein" folgte "Wahre Freunde respektieren mein Nein".

Getreu der Grundkonzeption wurde auch diese "message" von Erwin Kirsch in enger Abstimmung mit dem Arbeitskreis (der durch eine engagierte Kreativiät überrascht) "plakativ" umgesetzt.

Während sich "Starke Typen" vorrangig an den Jugendlichen als Einzelperson adressierte, zielt "Wahre Freunde" unmittelbar auf das Spannungsfeld Gruppe-Individuum. Schließlich ist es meist die Gruppe, die den Ersteinstieg ins "Milieu" erleichtert und fördert. Wer dem Gruppendruck jedoch nicht nachgibt, darf für sich in Anspruch nehmen, ein starker Typ zu sein.

Nur : Mit diesem Selbstanspruch ist es meist nicht weit her, wenn der Rest der "Herde" mit Fingern auf das "schwarze Schaf" zeigt. Von daher suggeriert das neue Plakat zugleich, daß ein Jugendlicher als "Nein-Sager" nicht allein steht. Dennoch : Dem mutigen Nein folgt nicht selten die Isolation, der Ausschluß aus der Gruppe. Eine Ausgrenzung, der nur wahre Freunde vorbeugen können, indem sie das Nein - "mein" Nein - respektieren.

In diesem Sinne will der Arbeitskreis gezielt "das Individuum innerhalb der Gruppe stärken", so Engelbert Cremer gegenüber dem Grenz-Echo. "Wer sich offen und entschlossen zum Nein gegenüber Drogen bekennt, sollte nicht unweigerlich Gefahr laufen, ins Abseits gedrängt und zum Außenseiter abgestempelt zu werden."

n.m.

Bild: Seit kurzem haben Veranstalter die Möglichkeit, ihre Eintrittskarte mit den Slogans "Starke Typen sagen nein" oder "Wahre Freunde respektieren mein Nein " bedrucken lassen.


GRENZ-ECHO 25. März 1996

"Wir wollten fair bleiben"

Büllingen : Niemand wurde gefilzt

Büllingen. - Vielfach war mit sehr strengen Kontrollen am Freitagabend am Eingang der Veranstaltung in Büllingen gerechnet worden.

Doch dem war nicht so. Abgesehen von gewissen organisatorischen Vorsichtsmaßnahmen wurde niemand gefilzt. Es hätte ja sein können, daß sich Gäste klammheimlich einen Flachmann eingesteckt hätten oder vor dem Besuch der Rocknacht schon anderswo einen hinter die Binde genossen hätten.

Stellvertretend für die Veranstalter meinte hierzu Dr. Dominique Bouillon : "Wir wollen uns fair gegenüber den Jugendlichen verhalten, in der Hoffnung, daß diese die Fairneß erwidern würden. Und so haben wir es darauf belassen, auf einem Hinweisschild die Besucher an das strikte Alkoholverbot zu erinnern.

Und sie wurden nicht enttäuscht :Gefunden wurden in der Halle, so die Zwischenbilanz am frühen Morgen, lediglich ein Fläschchen "Feigling" und zwei Flaschen alkoholhaltiger "Jupiler"...

a


GRENZ-ECHO 3. Juli 1995

Jugendliche haben Aids, Drogen und Alkohol den Kampf angesagt

Bewußtseinsbildung, Vorbeugung und Kontrollen beim Schulendball in St.Vith

St.Vith. - Hurra, die Schule ist aus ! Das Schuljahr ist zu Ende. Grund genug zum Feiern. Am Freitagabend war denn auch jede Menge los in St.Vith, als der St.Vither Jugendtreff zu seinem diesjährigen Schulendball ins Festzelt auf dem Friedensplatz einlud.

"Wallstreet" spielte fetzige Musik, die Stimmung war gut, und an den Theken herrschte Hochbetrieb, schließlich waren die Kehlen durstig. Doch in einigen Dingen unterschied sich dieses feucht-fröhliche Treiben von den üblichen Jugendbällen. Zwei Stände im Festzelt zogen nämlich die Aufmerksamkeit der Gäste auf sich.

Infostand

Gleich am Eintritt hatte sich der Aids-Infostand der Gruppe "Von uns für Euch" postiert. Dort wurden T-Shirts verkauft zum Benefizkonzert am 30. Dezember in Worriken. Ferner wurden Broschüren und selbstverständlich Kondome verteilt.

Das Thema "Aids" ist längst nicht mehr tabu. Auch auf Jugendbällen wird darüber geredet, zwar sehr locker und mit dem nötigen Humor, aber seriös und mitunter hintergründig.

Initiator Ferdi Kreins und seine Mitstreiter konnten mit dem Verlauf dieser Aktion, die sie auf weiteren Festen in den nächsten Wochen und Monaten wiederholen werden, zufrieden sein.

Überzeugung

Vorne neben der Bühne leuchteten unterdessen hinter großen Plakatwänden in regelmäßigen Abständen Blitzlichter auf. Hier ließen sich Jugendliche von Jugendlichen für eine Plakataktion fotografieren.

Erich Meyer vom Lions Club und weitere Mitarbeiter der Anti-Drogen-Kommission "Starke Typen sagen Nein" hielten sich betont im Hintergrund. "Unsere Initiative muß bewußt von den Jugendlichen selbst mitgetragen werden", so lautet bekanntlich die Devise.

Nicht mit dem Zeigefinger der Erwachsenen soll in unserer Gegend eine Front gegen den Rauschgiftkonsum aufgebaut werden, sondern aus Überzeugung der jungen Leute selbst heraus, die denn auch möglichst viele Gleichgesinnte durch ihre Haltung dazu bringen sollen, genau wie sie die Hände von den Drogen zu lassen.

Schlange stehen

Und zeitweise standen die Jungs und Mädels Schlange, um sich mit der Sofortbild-Kamera ablichten zu lassen. Wenige Augenblicke später klebte ihr Konterfei an einer Fotowand. Siebzig "Köpfe" werden gebraucht für das nächste Aufklärungsplakat.

Als gegen halb ein Uhr früh der Stand abgebaut wurde, waren an die 150 Bilder im Kasten. Der Schneeballeffekt sollte sehr gut einschlagen. "Guck mal, das ist doch X oder Y, da mache ich auch mit", hörte man immer wieder.

Auch "Starke Typen"-T-Shirts gabís zu kaufen. Wer sich ein solches Hemd überstreift, identifiziert sich ebenfalls mit der Vorbeugungskampagne.

Gendarmerie/Polizei

Ein Jugendball, der einen starken "sozialen" Anstrich hatte ... hat es in dieser Form in unserer Gegend noch kaum gegeben. Das Hauptproblem ist und bleibt aber der Alkohol, Grundübel der meisten Wochenendunfälle. Doch auch hier, so scheint es jedenfalls, ist eine Kehrtwendung spürbar. Der Schock der tragischen Ereignisse vor einigen Wochen steckt noch tief in den Knochen.

Aber auch die Maßnahmen von Gendarmerie und Polizei haben eine zugleich erzieherische und abschreckende Wirkung.

Verkehrskontrollen

Genau wie eine Woche zuvor beim Schulendball in Schoppen führten die Ordnungshüter verstärkt Verkehrskontrollen durch. Bereits kurz nach 22 Uhr standen insgesamt acht Beamte an den Einfallstraßen nach St.Vith. Bis tief in die Nacht hinein waren diese Sonderdienste im Einsatz : Sie wechselten regelmäßig ihren Standort. Auch der Raum Büllingen-Manderfeld wurde in die Aktion, die ebenfalls Geschwindigkeitsüberwachungen umfaßte, mit einbezogen.

Die Präsenz der Beamten sollte die Verkehrsteilnehmer dazu anhalten, vernünftig zu fahren und den Appell "Bei Alkohol Hände weg vom Steuer" zu beherzigen.

Ruhige Nacht

In diesem Sinne war in dieser langen Nacht auch das Ball-Taxi Feyen unterwegs. Ob es Zufall war oder nicht, schwere Verkehrsunfälle blieben aus. Abgesehen von dem einen oder anderen kleineren Zwischenfall (am neuen Kreisverkehr in der Aachener Straße in St.Vith kam ein Wagen von der Straße ab) verlief die Nacht ruhig.

Als nicht typischer Wochenendunfall ist wohl ein Zusammenstoß zwischen einem Traktor und einem Auto am Freitagabend in Wiesenbach zu bezeichnen : Der Bereitschaftsdienst der Gendarmerie nahm diesen Unfall, dessen Folgen sich auf Sachschaden beschränkte, zu Protokoll.

H.S.


GRENZ-ECHO 29. Juni 1995

"Starke Typen" morgen abend beim Schulendball in St.Vith

Im Rahmen der Kampagne zur Drogenvorbeugung

St.Vith. - Beim traditionellen Schulendball am morgigen Freitagabend, 30. Juni, in St.Vith wird wieder ein überaus zahlreiches Publikum erwartet.

Bei Musik der erfolgreichen Eifeler Coverband "Wallstreet" dürfte es nicht an Stimmung fehlen im Festzelt auf dem St.Vither Friedensplatz.

Für den St.Vither Lions Club und seine Partner, darunter das Grenz-Echo, wird dieser Jugendball sicherlich eine günstige Gelegenheit sein, ihre kürzlich gestartete Kampagne gegen den Drogenkonsum in unserer Gegend einem großen Publikum bekannt zu machen.

So wird - wie geplant - "Wallstreet" auf ihrem Bühnenaufbau mit dem inzwischen bestbekannten Slogan "Starke Typen sagen nein" und mit dem Abspielen des Anti-Drogen-Spots "Cool sein ohne Drogen" die Aktion unterstützen.

Der Lions Club selbst wird mit einem Stand vertreten sein. Hier können sich Jugendliche durch Jugendliche photographieren lassen. Indem die Betreffenden ihren Kopf gewissermaßen hinhalten, möchten sie öffentlich erklären, daß sie kein Rauschgift nehmen, und ihre Altersgenossen davon überzeugen, daß es für sie besser ist, auf diese Suchtmittel zu verzichten. Insgesamt 70 Konterfeis werden nämlich für ein weiteres Plakat zur Drogenvorbeugung gesucht. Auch werden an diesem Stand T-Shirts mit der markanten Aufschrift "Starke Typen sagen nein" verkauft.

All diese Maßnahmen sollen dazu dienen, in der Jugendszene eine Front gegen "Drugs" aufzubauen.

Die Gendarmerie, die diese Kampagne ebenfalls fördert, will morgen abend desweiteren durch vorbeugende Maßnahmen dem Phänomen "Alkohol am Steuer" entgegenwirken und damit erneut einen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten, damit die unrühmlichen schweren Wochenendunfälle der jüngsten Zeit sich nicht wiederholen.

Erwähnenswert, daß beim Schulendball in St.Vith ferner -wie angekündigt- die Gruppe "Von uns für Euch" im Rahmen ihrer Sensibilisierungskampagne zum Thema "Aids" mit einem Informationsstand, an dem ebenfalls T-Shirts verkauft werden, präsent sein wird.

H.S.


  GRENZ-ECHO 1. Juni 1995

"Starke Typen sagen nein" und halten ihren Kopf hin

Private Initiative startet Plakat- und Anzeigenkampagne zur Drogenvorbeugung

St.Vith/Ostbelgien. - Auf Initiative des Lions Club St.Vith startet am heutigen 1. Juni eine Kampagne, die vor allem in der primären Vorbeugung gegen Drogenkonsum neue Akzente setzen will.

Eine Initiative, die in den vergangenen Wochen zu einer konzertierten Aktion in Zusammenarbeit mit den Medien in Ostbelgien herangereift ist und die in einer ersten Phase über markante Plakat- und Anzeigenwerbung namentlich auf eine Tatsache aufmerksam machen will - daß Ostbelgien in der Drogenszene längst keine Insel mehr ist, daß diese Problematik nicht vor unserer Haustür haltmacht.

Privater Arbeitskreis

"Schlimm genug, daß es auch bei uns Drogen gibt..., aber das allein macht nicht süchtig." Dies gilt bei der nun startenden Kampagne, an der sich auch das GRENZ-ECHO aktiv beteiligt, als Direktive der Arbeitsgruppe um die Initiatoren Erich Meyer und Jean-Marie Schiepers vom Lions Club St.Vith.

Eine Arbeitsgruppe, die im Laufe der vergangenen Wochen u.a. in enger Kooperation mit der Gendarmerie (namentlich mit Distriktkommandant André Desenfants und mit dem St.Vither Brigadeadjutanten Ewald Zanzen) ein Konzept erstellte, das sich vornehmlich an jene Alterskategorie adressiert, die womöglich erstmals mit dem Problem des Drogenkonsums konfrontiert ist.

Junges "Zielpublikum"

Mit anderen Worten : Ihr Augenmerk gilt, wie bereits eingangs angedeutet, der primären Vorbeugung. "Wir möchten mit unserer Kampagne vor allem die Jugendlichen ansprechen und aktivieren, auf die wir - normalerweise - noch einwirken können", so Erich Meyer und Engelbert Cremer, zwei Vordenker und Mitarbeiter aus jenem Kreis von Privatpersonen, die sich der Drogenproblematik nicht verschließen.

Vorrangiges "Zielpublikum" sind demnach eindeutig jene Mädchen und Jungen, die bis dato noch nicht in Berührung kamen mit "Drugs", die also bewußt für bzw. gegen die Thematik sensibilisiert werden können und sollen.

Aufbauende Wirkung

"Starke Typen sagen NEIN" - so der erste Slogan, mit dem das Team Anfang Juni in ganz Ostbelgien an die Öffentlichkeit treten wird und der von Erwin Kirsch in steter Abstimmung mit der durchweg sehr kreativen Arbeitsgruppe in gleichermaßen frappierende wie nuancenreiche Plakat- und Anzeigenform umgesetzt wurde.

Diesem Slogan, im Grunde der "key of the message", werden ab Herbst weitere Schlagworte, weitere Plakate, weitere Anzeigen folgen. Sprüche oder besser : Aussagen, die vor allem aufbauend wirken und den Jugendlichen den Rücken stärken sollen beim alles entscheidenden NEIN.

Stark gegen Gefahren

So wird sich der Schlüsselsatz - "Schlimm genug, daß es auch bei uns Drogen gibt ..., aber das allein macht nicht süchtig." - zwar in allen Veröffentlichungen wiederfinden, ergänzt jedoch, und hierauf legen die Initiatoren nachhaltigen Wert, durch verbal-optische Entscheidungshilfen, aus denen immer wieder - in roten Lettern - das Wort NEIN herausspricht oder -leuchtet. Eine Art Signal und Fanal, das sich im Laufe der Zeit ins Unterbewußtsein der Jugendlichen eingravieren soll - und zwar indem es sie stark macht gegenüber jenen Gefahren, die sie bis dato glücklicherweise noch nicht oder kaum kennen bzw. am eigenen Leibe erfahren haben.

Zugegeben : Aufklärende Wirkung dürfte eine solch breit angelegte Kampagne schon haben, doch dies ist nicht das erste oder alleinige Ziel.

Interessenkoalition

"Nur wenn wir es schaffen, unter den Jugendlichen, und hier eben gerade die zwölf- bis vierzehnjährigen Mädchen und Jungen, eine natürlich und ehrlich gewachsene Front, eine verschworene Interessenkoalition gegen den Drogenkonsum aufzubauen, macht die Kampagne langfristig Sinn", so Engelbert Cremer.

Und Jean-Marie Schiepers ergänzt, "daß in manchen kritischen Situationen letztlich nur Jugendliche maßgeblich und entscheidend auf Jugendliche einwirken können".

Engagiertes Beispiel

In der Tat ist bis dato wohl kaum ein Jugendlicher in Anwesenheit seiner Eltern oder Lehrer in Kontakt mit Drogen gekommen... "Deshalb scheint es uns unabdingbar, daß wir gewisse Jugendliche so weit motivieren können, daß sie zum gegebenen Zeitpunkt ihren gleichaltrigen Freunden und Bekannten auf dem Ball, in der Disco oder an der Schule ins Gewissen reden und mit konstruktivem, engagiertem Beispiel vorangehen", formuliert Erich Meyer, selbst Vater von heranwachsenden Kindern, die Ziele der Arbeitsgruppe.

"Nur wenn wir das Übel an der Wurzel packen, haben wir Chancen, daß sich Jugendliche im jungen Alter aktiv und offen zu ihrem Engagement in der Drogenvorbeugung bekennen", so Gendarmerieadjutant Ewald Zanzen.

Solidarität bekunden

In diesem Sinne ist ab Herbst denn auch in einer zweiten Phase der Kampagne geplant, daß überzeugte Mädchen und Jungen ihren "Kopf" zur Verfügung stellen, ja förmlich hinhalten, um für den Einsatz auf breiter Front gegen Drogenkonsum zu werben.

Konkret sieht dieser Schritt dahingehend aus, daß Plakate bzw. Anzeigen geplant sind, in denen nicht, wie jetzt in der Startphase, durchweg neutrale Fotos (die übrigens freundlicherweise von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA in Köln zur Verfügung gestellt wurden, mit der die Initiatoren auch die Inhalte und Philosophie des Projektes abgestimmt haben) genutzt werden, um dem Slogan ein Gesicht zu geben.

Ostbelgische Gesichter

Nein, dann können und sollen ostbelgische Jugendliche der verbalen Aussage durch ihren "Kopf" optisch Gestalt geben und besonders in ihren eigenen Kreisen Nachdruck verleihen.

Ergänzt wird die gesamte Aktion durch Rundfunkspots, die in Zusammenarbeit mit MusiRent durch Georg Feltes erstellt wurden, durch TV-Ausstrahlungen über das Medienzentrum sowie durch optisch-akustische Werbe-"Power" bei diversen Ball- und Discoveranstaltungen , namentlich in Zusammenarbeit mit der Cover-Band "Wallstreet" (siehe auch anbei).

Hinter den Kulissen

Mit anderen Worten : Die Initiatoren der Kampagne wollen alle erdenklichen Mittel und Wege ausschöpfen, um in der Jugendszene selbst eine Front gegen "Drugs" aufzubauen, wollen - quasi als "Streetworker" hinter den Kulissen - durch nachhaltige Impulse für den aktiven Kampf auf der Straße konkrete, aktive und besonders auch langzeitorientierte Hilfestellung für Jugendliche leisten - im Einsatz für sich selbst und ihre Freunde und Bekannten.

Norbert Meyers


GRENZ-ECHO 1. Juni 1995

Keineswegs Konkurrenz - vielmehr Ergänzung

Initiative des Lions Club St.Vith in konzertierter Aktion mit den ostbelgischen Medien

St.Vith. - Auf gar keinen Fall in Konkurrenz treten zu anderen Vereinigungen und Einrichtungen, die sich seit langem schon der Drogenvorbeugung verschrieben haben, will die spontan gewachsene Gruppe um Erich Meyer.

Der noch bis Ende Juni amtierende Vorsitzende des Lions Club sieht seine und die Arbeit seiner Freunde und Mitstreiter vielmehr als Ergänzung zu jenen Aktionen, die bereits seit geraumer Zeit in Ostbelgien mit Erfolg angestrengt werden.

"Wir wollen keineswegs eine Rivalität erzeugen zu all jenen, die in der Drogenbekämpfung bereits nachhaltige Akzente gesetzt und unübersehbare Ergebnisse erzielt haben." Zugleich verwahrt er sich aber "gegen irgendeine Art von Exklusivrecht in dieser delikaten Materie".

Viele Betätigungsfehler

Im Gegenteil : Seiner Meinung nach gebe es ausreichend Betätigungsfehler, um eine konkrete Aktivität "vor Ort" zu betreiben. Die Möglichkeiten, im Kampf gegen die aufkommende Drogengefahr entschlossen vorzugehen, erachtet er jedenfalls als vielfältig.

Eine Vielfalt, die denn auch in Ostbelgien gegeben ist, sei es nun durch Sensibilisierungsaktionen, durch Jugend- und Elterngespräche, durch Aufklärung an den Schulen oder eben, wie jetzt geplant, durch eine Kampagne unter Einbeziehung der Jugendlichen selbst, und zwar vorrangig im Bereich der primären Vorbeugung, d.h. die Altersgruppe von zwölf bis vierzehn Jahren.

In diesem Kontext verweist er denn auch noch einmal ausdrücklich darauf, daß der nun angelaufenen Aktion eine rein private Anregung zugrundeliegt. Zwar in enger Abstimmung mit dem Lions Club St.Vith, wo nun einmal jeder Präsident gemäß seinen ganz eigenen Anliegen im Laufe seiner einjährigen Amtszeit klare Prioritäten aus- und bei den regelmäßigen Aktivitäten die thematische Richtschnur vorgibt - ohne daß der Serviceclub in diesem konkreten Falle jedoch kontinuierlich in das Langzeitprojekt eingebunden wäre.

Unabhängigkeit wahren

Dennoch schätzen sich die Initiatoren glücklich, daß der Lions Club gerade in dieser Anfangsphase die nötige Starthilfe zuschießt.

Eine Leistung, die Erich Meyer gleichermaßen hoch einschätzt wie das kostenlose Engagement der verschiedenen Medienpartner, die ihre Seiten bzw. ihre Frequenzen für die Anzeigen und Spots gratis zur Verfügung stellen - ebenso wie all jene, die kreativ und technisch an der Gestaltung der Kampagne mitwirken.

Als Medienpartner mit dabei sind - neben dem GRENZ-ECHO - noch der BRF, Radio "OK", Radio Aktivität, Journal Aktuell, der Kurier, der Wochenspiegel und das Medienzentrum.

Und selbst wenn die Initiatoren seitens der Deutschsprachigen Gemeinschaft keinerlei finanzielle Hilfe in Anspruch nehmen, so schätzen sie sich trotzdem glücklich, daß die Regierung in Eupen dem Projekt ihre moralische Unterstützung zugesagt hat.

Denn, so Erich Meyer : "Eine solche Aktion kann nur Erfolg haben, wenn sie auf möglichst breitem Beinen steht, aber dennoch völlige Unabhängigkeit wahrt." Optionen, die in diesem Falle unbestritten gewährleistet sind.

n.m.


  GRENZ-ECHO 1. Juni 1995

Den Kopf hinhalten.

Auf Initiative des Lions Club St.Vith und in konzertierter Aktion mit den ostbelgischen Medien, so auch das GRENZ-ECHO, startet heute eine Plakat- und Anzeigenkampagne zur Drogenvorbeugung. Aufklärende Wirkung haben die Slogans, für die auch hiesige Jugendliche "ihren Kopf hinhalten". Die Kampagne zielt darauf ab, daß in kritischen Situationen Jugendliche auf Jugendliche einzuwirken versuchen.

n.m.


GRENZ-ECHO 1. Juni 1995

"Wallstreet" macht mobil gegen "Drugs"

Werbespot "live" auf Jugendbällen

Eifel. - Die Jugendlichen namentlich in der Eifel sehen sich in nächster Zeit nicht nur optisch mit "starken Typen" konfrontiert.

Nein, auch akustisch wird um ihre Solidarität in der Drogenvorbeugung geworben - und zwar mit einem Spot, der ab heute bei BRF, Radio "OK" und Radio Aktivität über Antenne geht und vom Medienzentrum in den deutschsprachigen Sendungen bei "TÉlÉvesdre" ausgestrahlt wird. Zudem wird die Musik und vor allem die Aussage "Cool sein ohne Drogen ist in" den Mädchen und Jungen in unserer Gegend künftig auch Samstagnacht in den Ohren klingen.

Die Cover-Band "Wallstreet" wirbt nicht nur auf ihrem Bühnenaufbau mit dem Slogan "Starke Typen sagen nein", sondern wird auch mehrfach des Abends den Spot "auflegen". Gleichfalls werden Betreiber von Dancings, mobile DJ-Teams sowie Veranstalter von Jugenbällen um Kooperation angegangen, um so die Jugendlichen stets aufs neue mit dem Thema zu konfrontieren und zur aktiven Mitarbeit zu bewegen.

n.m.